Stadtrundgang Essen-Kettwig ⇒ Album 1

Kettwig ist der flächenmäßig größte Stadtteil von Essen, gelegen im äußersten Südwesten und unmittelbar an der Ruhr. Er ist geprägt von teils dichter Wohnbebauung sowie Naherholungsgebieten unter anderem am Kettwiger See. Die Altstadt bildet das Zentrum. Historisch gehörte Kettwig, zusammen mit Werden und Mülheim an der Ruhr zu den nördlichsten Teilen des Herzogtums Berg, die gegenwärtig als Niederbergisches Land bezeichnet werden.

Die Kirche am Markt inmitten der Altstadt ist 1592 protestantisch geworden. Der 40 Meter hohe Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das heutige Kirchenschiff aus Ruhrsandstein wurde 1720/21 als barocke Saalkirche erbaut, allerdings größer als das Ursprüngliche. Dadurch wurde ein um 4,2 Meter höheres Dach notwendig. Adam Wunderlich ersetzte damit einen mehrfach niedergebrannten Vorgängerbau.

1830 ist die katholische Pfarrkirche St. Peter geweiht worden. Es handelt sich um einen klassizistisch flachgedeckten Bau der Architekten Otto von Gloeden, Adolph von Vagedes unter Mitwirkung Karl Friedrich Schinkels. Der barocke Turm wurde 1886 angebaut. Der ebenfalls barocke Hochaltar stammt aus dem aufgehobenen Katharinenkloster in Gerresheim. In den Jahren 1975/1976 wurde die gesamte Kirche grundlegend saniert.

Im ehemaligen Stadtteil „Vor der Brücke“ befindet sich zudem die 1936 aus Überresten fertiggestellte Pfarrkirche St. Joseph. In „Auf der Höhe“ wurde in den Jahren bis 1977 die Kirche St. Matthias samt Gemeindezentrum errichtet. Bis 1983 erfolgte die Erweiterung um ein evangelisches Gemeindezentrum. Der Kirchensaal wird ökumenisch genutzt, zudem befinden sich in dem Komplex eine evangelische und eine katholische Kindertagesstätte sowie ein Jugendzentrum der evangelischen Kirchengemeinde.

Zu weiteren Punkten gehören das Kettwiger Rathaus, das einmal eine Tuchfabrik war und heute das Standesamt und das Stadtmuseum Kettwig beherbergt, das Schloss Hugenpoet mit den aus Schloss Horst stammenden Renaissance-Kaminen, das Schloss Oefte sowie der Kettwiger See und der Mühlengraben mit der im Jahr 1786 vom vorletzten Werdener Abt, Bernhard II., errichteten Mühlengrabenbrücke. Aus Ruhrsandstein errichtet, war sie vermutlich der erste Bauabschnitt einer komplett die Ruhr überspannenden, aber nicht vollendeten Brücke. 1865 wurde sie nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut. Das Wappen des Abtes Bernhard II. ist im mittleren Brückenbogen eingearbeitet. Im Kettwiger Norden befindet sich die Kapelle Maria im Maien, die für Hochzeiten genutzt wird, ursprünglich aber den Katholiken an der Pierburg die fußläufige Teilnahme an der Messe erleichtern sollte.

Auf dem Gebiet der Stadt Ratingen, jedoch mit ausschließlichem Zugang von Kettwig aus, befindet sich das Schloss Landsberg. Dieses wird heute als Schulungszentrum des ThyssenKrupp-Konzerns genutzt.

Flussaufwärts befindet sich auf der rechten Ruhrseite der sogenannte Kattenturm. Dabei handelt es sich um die Ruine der Burg Luttelnau, die vermutlich im 14. Jahrhundert geschleift wurde.

In Kettwig gibt es die Naturschutzgebiete Untere Kettwiger Ruhraue und Ziegeleigelände Asey.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kettwig#Sehensw%C3%BCrdigkeiten

Bilder aus Kettwig

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Die Evangelische Marktkirche. Der Name Kirche am Markt hat sich durchgesetzt, weil er eine genaue geografische Einordnung in Kettwig ermöglicht und zugleich eine Verwechselung mit der Marktkirche in Essen-Stadtmitte ausschließt.

Die Evangelische Marktkirche. Der Name Kirche am Markt hat sich durchgesetzt, weil er eine genaue geografische Einordnung in Kettwig ermöglicht und zugleich eine Verwechselung mit der Marktkirche in Essen-Stadtmitte ausschließt.

Bilder aus Kettwig

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